Babyboomer:innen in der Schweiz – Mythen auf dem Prüfstand
Babyboomer:innen gelten oft als mobil, wohlhabend und offen für neue Wohnformen. Die Studie zeigt jedoch, wie vielfältig ihre Wohnbiografien und Handlungsspielräume tatsächlich sind.

Die Untersuchung räumt mit verbreiteten Annahmen über das Wohnen der Babyboomer:innen in der Schweiz auf und zeigt ihre grosse Vielfalt. Viele leben seit Jahrzehnten am selben Ort und verändern ihre Wohnsituation meist erst aufgrund einschneidender Ereignisse wie Krankheit, Trennung oder Verwitwung. Die qualitativen Interviews verdeutlichen, wie stark finanzielle, gesundheitliche und soziale Ressourcen die Handlungsspielräume prägen. Zentrale Themen sind Beständigkeit, soziale Einbindung, Selbstbestimmung, Sicherheit und Zukunftsvorstellungen. Die Ergebnisse zeigen, dass Politik, Planung und Wohnungswirtschaft flexible, bezahlbare und gut erreichbare Wohnangebote schaffen müssen, die der Heterogenität dieser Generation gerecht werden und soziale Teilhabe wie Selbstbestimmung ermöglichen.
Die Studie wurde in Zusammenarbeit des Instituts Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW mit dem IFSAR – Institut für Soziale Arbeit und Räume der OST – Ostschweizer Fachhochschule erarbeitet.
Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Age-Stiftung Schweiz.

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