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EPICENTRE-PARTICIPATIO: Langzeitpflege und Caring City Zusammendenken

26. August 2026

Wie können ältere Menschen auch dann mitbestimmen und teilhaben, wenn sie Pflege und Unterstützung benötigen? EPICENTRE-PARTICIPATIO untersucht Partizipation in Pflegeheimen, im betreuten Wohnen und in der häuslichen Pflege in Basel-Stadt und Basel-Landschaft und leistet damit einen Beitrag zur Entwicklung von Caring Cities.

Foto: Sandra Staudacher

Mit dem Antritt ihrer Professur für «Stadtentwicklung und Sozialraum» im März 2026 brachte Sandra Staudacher das Projekt EPICENTRE-PARTICIPATIO sowie einen Teil des Teams ans Institut Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung ISOS. Das Projekt ist seither gemeinsam an der HSA FHNW und am Institut für Pflegewissenschaft der Universität Basel angesiedelt.

Mit einem ethnographischen Ansatz untersucht das angewandte Forschungsprojekt, wie Partizipation und Entscheidungsfindung in unterschiedlichen Bereichen der Langzeitpflege in Basel-Stadt und Basel-Landschaft verstanden und praktiziert werden – im Pflegeheim, im betreuten Wohnen und bei der Unterstützung zu Hause. Im Zentrum steht die Frage, wie ältere Menschen auch bei zunehmendem Unterstützungs- und Pflegebedarf ihr Leben und ihr Umfeld mitgestalten können.

Damit knüpft das Projekt unmittelbar an die Idee der Caring City an: Eine sorgende Stadt schafft nicht nur bedarfsgerechte Angebote, sondern auch soziale und räumliche Bedingungen, unter denen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Unterstützungsbedarfen teilhaben und mitentscheiden können. Langzeitpflege wird dabei nicht als isolierter Versorgungsbereich verstanden, sondern als Teil des städtischen und gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Gefördert wird EPICENTRE-PARTICIPATIO vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und von der Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz. Zum interdisziplinären Team gehören neben Sandra Staudacher Andrea Kaiser-GrolimundKatja JungoNora PeduzziSéverine Soiron, sowie beteiligte Masterstudierende. Zudem arbeitet das Projekt eng mit einer transdisziplinären Begleitgruppe zusammen.

In den vergangenen Monaten war das Team an zahlreichen Orten mit Praxisorganisationen und älteren Menschen im Gespräch. Bei den Generalversammlungen des Vereins Zusammenarbeit Alterssiedlungen Region Basel (ZABS), von palliative bs+bl und von CURAVIVA Basel-Stadt gab es Impulse zu Partizipation und Langzeitpflege. Beim Monatsanlass der Grauen Panther sowie gemeinsam mit der Vereinigung aktiver Senior:innen- und Selbsthilfeorganisationen der Schweiz (VASOS) gestaltete das Team interaktive Workshops.

Ein besonderes Highlight war der Forumtheaterabend «Letzte Schritte», den das Projekt gemeinsam mit dem neuen marthastift organisierte. Das Publikum konnte in dargestellte Alltagssituationen eingreifen, Handlungsmöglichkeiten erproben und gemeinsam darüber diskutieren, wie mehr Mitbestimmung am Lebensende gelingen kann.

Die vielfältigen Begegnungen zeigen: Eine Caring City entsteht dort, wo Forschung, Praxis und Zivilgesellschaft gemeinsam danach fragen, wie Sorge, Teilhabe und Mitbestimmung im Alltag konkret gelebt werden können. Das Projektteam freut sich darauf, diesen Austausch in den kommenden Monaten fortzuführen.

Schlagworte: Langzeitpflege, Partizipation

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